Kinderwunschbehandlung in Deutschland - eine "besondere" Situation.
Bericht zum parlamentarischen Abend in Berlin am 17. Juni 2009

Heute, 04.10.2010, wurde bekannt, dass der britische Reproduktionsbiologe und „Erfinder“ der künstlichen Befruchtung (In-vitro Fertilisation) vom schwedischen Karolinska-Komitee zum Nobelpreisträger für Medizin 2010 ernannt wurde. Seit den 60iger Jahren des vergangenen Jahrhunderts setzt er seine Forschungsaktivitäten unermüdlich für die Entstehung menschlichen Lebens außerhalb des Mutterleibes ein. Dies gelang ihm unter Mitarbeit von Patrick Steptoe vor mehr als 30 Jahren durch die Geburt von Louise Brown im Jahre 1978. Heute ist diese Therapie keine Rarität mehr, knapp 2% aller Kinder in Deutschland kommen mit Hilfe dieser Befruchtungsmethode auf die Welt. Die Vergabe des Nobelpreises an Robert Edwards erkennt die hohen Verdienste um seine wegbereitenden Forschungen zu den Behandlungsmethoden der Reproduktionsmedizin an und ist auch ein Signal für die Wertigkeit der Reproduktionsmedizin in unserem Land. Im Jahre 2007 hatte Prof. Robert Edwards zusammen mit der DGRM zur 3rd International Conference on Science and Ethics of Assisted Human Reproduction and Stem Cell Research in Berlin geladen. Hier wurde ihm am 02.11.2007 von der Deutschen Gesellschaft für Reproduktionsmedizin (damaliger Vorsitzender Prof. Hans-Rudolf Tinneberg) in Berlin der „life achievement award“ für seine Verdienste für die Reproduktionsmedizin verliehen.
Die DGRM gratuliert Prof. Robert Edwards herzlich zu diesem Erfolg.
im Rahmen des
IVF-Gruppentreffen
Frankfurt
13.-15.11.2008
Die Deutsche Gesellschaft für Reproduktionsmedizin (zuvor Deutsche Gesellschaft zum Studium der Fertilität und Sterilität) wurde am 17.5.1958 in den Räumen der II. Frauenklinik der Universität München, Lindwurmstraße 2 (später Großhadern) gegründet.
