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Januar 2009

Bericht des Vorstandes

Im November 2008 hatte die DGRM in Ihrem Festjahr zum 50-jährigen Bestehen das XXII. Jahrestreffen der deutschen IVF-Zentren sowie die Jubiläums-Jahrestagung der DGRM in Frankfurt ausgerichtet. Der Kongress war mit mehr als 400 Teilnehmern gut besucht und wurde insgesamt als sehr erfolgreich bewertet. Dazu beigetragen haben das reproduktionsmedizinische Spektrum weit umfassende Sitzungen zu aktuellen Themen, wie Globalisierung und Ökonomisierung, „Beyond personal treatment“, Grundlagenforschung in der Reproduktionsgenetik, neue Erkenntnisse im Vitamin B-Stoffwechsel und individuelle Therapieansätze, z.B. Kinderwunsch bei Übergewicht.

Zum ersten Mal hatte die DGRM auch Ihren eigenen Stand inmitten der über 50 Aussteller umfassenden Industrieausstellung. Dort wurden Interessenten von der Geschäftsstelle über die Aufgaben und die unterschiedlichen Arbeitsgemeinschaften (AG) der DGRM umfassend informiert.

Im Rahmen der Jubiläumstagung wurden 3 weitere Arbeitsgemeinschaften zur Erweiterung des interdisziplinären Spektrums in die DGRM aufgenommen: die AG TCM - Traditionelle Chinesische Medizin, die AG Biotech - Interdisziplinäre Biotechnologie und die AG URZ - universitäre reproduktionsmedizinische Zentren. Die AG TCM und die AG Biotech veranstalteten Workshops im Rahmen des Kongresses, um sich mit Ihrer Arbeit und Ihren Zielen vorzustellen (siehe weitere Beiträge). Insbesondere die AG Interdisziplinäre Biotechnologie hatte ein hochrangiges Programm zur Darstellung Ihrer Schwerpunkte präsentiert.

In der Sitzung zur Berufspolitik und dem Bericht des Deutschen IVF-Registers (DIR) wurde der Satzungsentwurf für das DIR diskutiert und den Mitgliedern zur Abstimmung gestellt. Dabei wurde einem aus DGRM-Sicht sehr wichtigen Änderungsantrag zur DIR-Satzung mit überwältigender Mehrheit zugestimmt: die DGRM ist in der Satzung als tragende Gesellschaft des DIR verankert. Dieser Erfolg war nicht selbstverständlich, sondern wurde durch viele DGRM-Mitglieder in zahllosen Gesprächen oder Diskussionsrunden erreicht.

Die DGRM ist die größte Gesellschaft der Reproduktionsmedizin in Deutschland und möchte das DIR besonders in wissenschaftlichen Fragen unterstützen. Das DIR als eines der international führenden Register kann nach unserer Überzeugung durch weitere wissenschaftliche Auswertungen der umfangreichen Daten einen wesentlichen Beitrag zur Weiterentwicklung der Reproduktionsmedizin leisten.

Als eine der vordringlichen Aufgaben hat sich der Vorstand der DGRM anlässlich eines sehr intensiven Brainstorming am 24. Jan 2009 in Dortmund die Intensivierung der wissenschaftlichen interdisziplinären Arbeiten auf die Fahne geschrieben. Als vorrangige Umsetzungen wurden die intensivierte Zusammenarbeit mit dem DIR, die Weiterführung der DGRM-School sowie die Intensivierung der Arbeitstagungen der AGs (siehe weitere Beiträge) beschlossen.

Univ.-Prof. Dr. med. Hermann M. Behre