Februar 2003

Neue Internetadresse

Die Deutsche Gesellschaft für Reproduktionsmedizin ist ab sofort unter der neuen Internetadresse "www.repromedizin.de" oder "www.repro-medizin.de" zu erreichen.

Die Gesellschaft ist eine interdisziplinäre Vereinigung von Human- und Veterinärmedizinern in Deutschland. Sie vereint über die klinische Reproduktionsmedizin und -endokrinologie hinaus auch die Reproduktionsgenetik und -psychologie und die basis-wissenschaftlich orientierte Reproduktionsbiologie. Darüber hinaus ist sie die älteste und damit traditionsreiche Fachgesellschaft auf dem Gebiet Reproduktionsmedizin.

Gerade in der heutigen Zeit ist es von Bedeutung, dass die Reproduktionsmedizin interdisziplinär bleibt und nicht durch berufspolitische Interessen in gynäkologische oder andrologische, klinische oder Grundlagen orientierte, biologische und veterinärmedizinische Bereiche aufgesplittert wird. Die Reproduktionsmedizin und -endokrinologie "...hat immer dann eine Blüte erreicht, wenn sie sich dieser Tatsachen bewusst war."

(Prof. Merz, DGE, Sektion Reproduktionsbiologie und -medizin: www.endokrinologie.net/index-sektionen.html)

Die Gründungsmitglieder Emmrich (Magdeburg), Fikentscher (München), Semm (München), Jordan (Münster) und Tillman (Gießen) haben die revolutionären Entwicklungen der letzten Jahrzehnte nicht absehen können, als sie 1958 die Deutsche Gesellschaft zum Studium der Fertilität und Sterilität in München gründeten.

Aus mancher Utopie von damals ist Realität geworden. 1998 ist die "Gesellschaft mit dem langen Namen" in Deutsche Gesellschaft für Reproduktionsmedizin (DGRM) umbenannt worden. "Muttergesellschaft" für die Deutsche Gesellschaft war die "International Federation Association (IFA), die später in die "International Federation of Fertility Societies" (IFFS) umbenannt wurde (www.mnet.fr/iffs).

Das große nationale und internationale Interesse an den deutschen Fertilitätstagungen wurde 1966 zum auslösenden Faktor für die Gründung der European Sterility Congress Organization (ESCO), die europäische Tagungen mit jeweils 2000-4500 Teilnehmern im dreijährigem Intervall ausrichtete. Darüber hinaus finden seit 1976 jährlich veterinär-humanmedizinische Gemeinschaftstagungen alternierend an fünf deutschen veterinärmedizinischen Hochschulen (Berlin, Gießen, Hannover; München, Leipzig) statt.

Von Anfang an war es ein Anliegen der Gesellschaft, sich nicht nur den weiblichen Sterilitäts- und Reproduktionsproblemen zu widmen, sondern unter einem Dach gleichzeitig Ursachen der weiblichen und männlichen Sterilität von human- und veterinärmedizinisch zu erforschen und neue Therapiemöglichkeiten zu finden. Der interdisziplinäre Charakter der Gesellschaft spiegelt sich auch im Vorstand wieder, in dem obligat die Gynäkologie, Andrologie, Veterinärmedizin und seit 1987 auch die Reproduktionsbiologie vertreten sind.

Die Berichte der regelmäßigen wissenschaftlichen Gesellschaftstagungen sind seit der Gründungsveranstaltung in der II. Frauenklinik der Ludwig-Maximilians-Universität am 17. und 18. Mai 1958 in Tagungsbänden dokumentiert. So entstanden die Bände "Beiträge zur Fertilität und Sterilität", die ab 1970 als "Fortschritte der Fertilitätsforschung" weitergeführt wurden. 1986 wurde die Zeitschrift "Fertilität" gegründet, die als Organ der Gesellschaft übernommen wurde. Seit 1998 wird diese Zeitschrift unter dem Namen "Reproduktionsmedizin" weitergeführt.

Weitere Informationen über die Gesellschaft sowie die Ankündigung der nächsten Jahrestagung vom 11.-13. September 2003 in München (gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Andrologie) finden Sie in der neuen Homepage. Dort kann auch ein Formular zur Aufnahme in die DGRM ausgedruckt werden. Wir werden Sie gern als neues Mitglied begrüßen.